FTC-InfoTrain  |  Webinar-Termine:

Grundlagen der operativen Exportkontrolle/ Trade Compliance

Handelspolitische Beschränkungen, militärische und religiöse Konflikte bilden die Grundlage für internationale, wirtschaftliche Sanktionen. Daher unterliegen bestimmte Waren, Technologien und Dienstleistungen EU-weiten Exportkontrollbeschränkungen:

  • Warenspezifisch
    (technische Eigenschaften, Prüfung von Warenlisten, militärische oder zivile Eignung)
  • Länder- und verwendungsspezifisch
    (Länderembargos)
  • Personenspezifisch
    (internationale Sanktionslisten)

Im Rahmen der Aufsichts- und Organisationspflichten müssen Unternehmen sicherstellen, dass die komplexen Vorschriften des nationalen und internationalen Außenwirtschaftsrechts eingehalten werden („Trade Compliance“).

Ein effektives Exportkontrollsystem (Internal Control Program –ICP–) ist die erforderliche Grundlage zur rechtssicheren Abwicklung Ihres Außenhandels und der dokumentierten Zuverlässigkeit gegenüber den Überwachungsbehörden (Zoll / BAFA).

Inhalte:

  • Grundlagen des Ausfuhrkontrollrechts
  • „sensible Personen“ – Screening
  • „sensible Länder“ – Lieferungen in Embargoländer
  • „sensible Waren“ – Warenprüfungen (Dual Use, Rüstungsgüter, …)
  • ATLAS-Codierungen – rechtliche Auswirkungen

Termine: 03.07.20 | 14:00 – 16:00 Uhr

  zur Anmeldung

Lieferantenerklärungen: „Best Practice“-Empfehlungen

Lieferantenerklärungen sind Präferenzdokumente, die der Lieferant ohne Mitwirkung der Zollbehörden für Lieferungen von präferenzberechtigten Waren erstellt. Dadurch trägt der Aussteller die umfassende Verantwortung für die Richtigkeit der abgegebenen Erklärungen gegenüber dem Empfänger und den Zollbehörden.

Das Präferenzrecht der EU stellt in seiner Komplexität hohe Anforderungen in der rechtskonformen Umsetzung. Die korrekte Ausstellung bzw. Überprüfung von Lieferantenerklärungen erfordert ein entsprechendes Knowhow über die zu beachtenden Voraussetzungen und Formvorschriften, die im Unternehmen durch eine entsprechende Organisation und Dokumentation darzulegen sind.

Um negative Folgen und/oder finanzielle Nachteile (z.B. bei Zollprüfungen) für den Exporteur zu vermeiden, sollte die Tragweite von fehlerhaft ausgefertigten Lieferantenerklärungen bekannt sein.

Ziel des Webinars ist es, den Teilnehmern einen Überblick der Rechte, Pflichten und Vorteile von „Lieferantenerklärungen für Waren mit bzw. ohne Präferenzursprungseigenschaft“ sowie den praktischen Umgang zu vermitteln.

Inhalte:

  • Grundlagen und Bedeutung
  • Voraussetzungen/ Arten der Lieferantenerklärungen
  • Inhalte und Gültigkeitsdauer
  • Anforderung
  • Prüfungsmöglichkeit / Auskunftsblatt INF 4
  • Konsequenzen bei unzulässiger Ausstellung / Verwendung
  • Problemfälle und Lösungen
  • EXKURS: Besonderheiten JEFTA
  • EXKURS: Lieferantenerklärungen für Waren ohne Ursprung

Termine: 26.06.20 | 14:00 – 16:00 Uhr

  zur Anmeldung

Incoterms® 2020: Neuerungen, Besonderheiten, Anwendung

Am 1. Januar 2020 treten die neuen Incoterms® 2020 in Kraft. Die Incoterms® (International Commercial Terms) sind international anerkannt und im Außenhandel von großer Bedeutung. Die Klauseln werden in 90% aller internationalen Kaufverträge verwendet.

Sie regeln die Rechte und Pflichten von Käufern und Verkäufer im internationalen Handel: Dazu gehören der Übergang einer Ware an den Käufer, aber auch Transportkosten, die Haftung für Verlust und Beschädigung der Ware, die Versicherungskosten, aber Fragen rund um das Thema Zollabwicklung und Umsatzsteuern.

Auch die neue zollrechtliche Definition des „Ausführers“ kann entscheidend durch die richtige Wahl des Incoterms® 2020 beeinflusst werden.

Weiterhin ist im Reihengeschäft (z.B. Dreiecksgeschäft) die Frage der Transportbeauftragung –ebenfalls Bestandteil der Incoterms® 2020 Regelungen– von entscheidender, umsatzsteuerlicher Bedeutung bei der Rechnungsstellung.

In diesem Seminar erfahren Sie, welche Klauseln für konkrete Ein- und Verkaufssituationen in Frage kommen, worauf Sie bei der Gestaltung achten müssen, wie Sie Fehler vermeiden und wo zusätzliche Vereinbarungen erforderlich sind. Es werden die Änderungen erläutert und ihre richtige Anwendung dargelegt.

Inhalte:

  • Grundlagen
  • Überblick der Änderungen
  • Anwendung der Incoterms
  • Incoterms im Detail: EXW, FCA, CPT, CIP, DAP, DPU, DDP
  • Klauseln für den See- und Binnenschiffstransport: FAS, FOB, CFR, CIF

Termine: – auf Anfrage –

  zur Anmeldung

Zollupdate | Neuerungen im Zollrecht

Nicht nur zum Jahreswechsel, sondern permanent müssen wir uns mit rechtlichen und formellen Änderungen im Zollrecht auseinandersetzen und die Änderungen im Alltag in die operative Arbeit integrieren.

Ziel des Webinars ist es den Teilnehmern über aktuelle, kürzlich eingetretene und anstehende Änderungen auf dem Gebiet des Zoll- und Außenhandelsrechts und deren praktische Auswirkungen zu informieren.

Inhalte:

  • Änderungen im allgemeinen Außenhandel
  • EU-Mehrwertsteuerreform: Sofortmaßnahmen „Quick Fixes“ ab 2020
  • Zoll- und Außenwirtschaftsrechtliche Änderungen
  • ATLAS Release-Wechsel
  • Neue Ausführer Definition gemäß Unionszollkodex und deren zollrechtliche Bedeutung/Anwendung
  • Stand/ Ausblick BREXIT
  • Neuerungen/ Änderungen bei den Incoterms2020
  • Aktuelles zum Präferenzrecht
  • Lieferantenerklärungen
  • Exportkontrolle

Termine: – auf Anfrage –

  zur Anmeldung

Umsatzsteuer: Änderungen durch die „Quick Fixes 2020″

In der Bestrebung einheitliche EU-Regelungen im Umgang mit der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) bei Warengeschäften und Dienstleistungen sowie die Eindämmung des EU-weiten Steuerbetrugs voranzutreiben wurden im Rahmen der EU-Mehrwertsteuerreform mit Beginn 2020 umfangreiche Änderungen der Umsatzsteuerregelungen im innergemeinschaftlichen Warenverkehr sowie bei Ausfuhrlieferungen in Form sogenannter „Quick Fixes“ verabschiedet und in Deutschland durch die Änderung der Umsatzsteuervorschriften umgesetzt.

Wesentliche Änderungen sind eingetreten bei der Verwendung der Umsatzsteueridentifikationsnummer, Reihengeschäften, in der Belegnachweisführung für steuerfreie Verkäufe, bei Konsignationslagergeschäften – unter Beteiligung nicht EU-ansässiger Geschäftspartner.

Ziel des Webinars ist es den Teilnehmern die Änderungen und praktischen Auswirkungen der „Quick Fixes“ in ihren EU- und Exportgeschäften zu verdeutlichen.

Inhalte:

  • Grundlagen | Quick Fixes 2020
  • Zusammenfassende Meldung /Änderungen bei der Verwendung der USt-IdNr.
  • Konsignationslagerregelung
  • Reihengeschäfte und Zuordnung der warenbewegten Lieferung
  • Nachweisführung bei steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen

Termine: – auf Anfrage –

  zur Anmeldung

Anwendung Ausführerdefinitionen  | zoll- und außenwirtschaftsrechtlich

Für viele Ausführer bislang noch „unentdeckt“ hat sich die Definition des zollrechtlichen Ausführers gemäß Unionszollkodex geändert: Seit Herbst 2019 hat auch die deutsche Zollverwaltung mit der Anpassung der entsprechenden Dienstanweisung auf diese EU-rechtlichen Änderungen reagiert und die neue Ausführerdefinition in der Anwendung verbindlich für deutsche Exporteure vorgeschrieben und erläutert.

Wesentliche Änderungen bestehen in der Definition „Verbringungsbefugnis“ und den Vertretungsverhältnissen (insbesondere bei Reihen- und Dreiecksgeschäften) unter Beteiligung nicht EU-ansässiger Geschäftspartner. Dabei kann es jetzt zu unterschiedlichen Ausführern (zoll- und außenwirtschaftsrechtlich) kommen.

Ziel des Webinars ist es den Teilnehmern die Änderungen und praktischen Auswirkungen des zollrechtlichen Ausführers, die Unterschiede zum (unveränderten) außenwirtschaftsrechtliche Ausführer sowie deren praktische Umsetzung in der Gestaltung der Ausfuhrprozesse zu verdeutlichen.

Inhalte:

  • Neue Definition und Bedeutung des zollrechtlichen Ausführers
  • Unterschiede zwischen zollrechtlicher und außenwirtschaftsrechtlicher Ausführerdefinition
  • Auswirkungen und Bedeutung in der Praxis (Beispiele)

Termine: 12.06.20 | 10:00 – 12:00 Uhr

  zur Anmeldung

Änderungen bei Reihengeschäftsabwicklung | zoll-, außenwirtschafts- und steuerrechtlich

Reihen-/ Dreiecksgeschäfte sind wesentlicher Bestandteil des globalen Handels und stellten schon immer besondere Herausforderungen an die zoll-, steuer- und außenwirtschaftsrechtliche Abwicklung.

Aktuelle, rechtliche Änderungen in den Bereichen Zollrecht (Änderung der Ausführerdefinition), Umsatzsteuerrecht (Inkrafttreten der sog. „Quick Fixes“) führen zur Neubewertung bereits bestehender Reihengeschäftsvorgänge und sorgfältiger Planung und Gestaltung neuer Reihengeschäfte.

Ziel des Webinars ist es den Teilnehmern die Änderungen und praktischen Auswirkungen der rechtlichen Änderungen bei Reihengeschäften innerhalb der EU und Exportgeschäften zu verdeutlichen.

Inhalte:

  • Grundlagen zu Reihengeschäften (EU-Geschäfte und Exporte)
  • Unterschiede zwischen zollrechtlicher und außenwirtschaftsrechtlicher Ausführerdefinition Praxisbeispiele Ausführereigenschaften
  • Änderungen durch die Reform des EU-Mehrwertsteuersystems; Umsetzung der „Quick Fixes“ seit 2020
  • Nachweisführung bei steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen
  • Praxisbeispiele Umsatzsteuer

Termine: 12.06.20 | 14:00 – 16:00 Uhr

  zur Anmeldung

Optionen der Zollorganisation

Um internationale, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen (Compliance), müssen Zoll- und Exportabläufe im Unternehmen intern ggf. auch extern effektiv und transparent organisiert und strukturiert sein.

Dabei sollten Verantwortlichkeiten definiert, organisiert und spezielle Funktionsträger benannt werden.

Zur Erfüllung der Voraussetzungen des Unionszollkodex (UZK) sind Unternehmen verpflichtet ihre Zuverlässigkeit und geeignete Organisations- und Kontrollmaßnahmen nachzuweisen.

Darüber hinaus sichert eine moderne Außenhandelsorganisation wirtschaftliche Vorteile (Zeit- und Kostenersparnis, Personalentlastung, Optimierung der Kommunikation, Einsatz zeitgemäßer IT-Systeme, Planungs- und Rechtssicherheit).

Inhalte:

  • Einleitung | Zoll- und Außenhandelsorganisation
  • Prozessanalyse & Ziele
  • Anforderungen & Ziele
  • Systematik zum Aufbau einer Zollorganisation
  • Vertretungsverhältnisse im Zollrecht
  • Verteilung von Kernkompetenzen: In-/ Outsourcing
  • Prüfmatrix internes Kontrollsystem (ICP)

Termine: 03.07.20 | 10:00 – 12:00 Uhr

  zur Anmeldung

Der Zollbeauftragte | Interner und externer Ansprechpartner für die Trade Compliance Organisation

Im Zuge der geänderten Vorgaben zur Umsetzung des Unionzollrechts ist eine Organisation (Trade Compliance) als Nachweis der betrieblichen Zuverlässigkeit und Kompetenz erforderlich.

Gemäß UZK (Unionszollkodex) müssen in den Unternehmen Mitarbeiter in der Funktion als „Zollverantwortlicher“ oder „Gesamtverantwortlicher Zoll“ benannt werden.

Entsprechend der Unternehmensorganisation unterscheiden sich Anforderungsprofil, Aufgaben, Zuständigkeiten und Verantwortung für den Zollverantwortlichen.

Inhalte

  • Einleitung
  • Definition Zollbeauftragter
  • Aufgaben des Zollbeauftragten
  • Haftung

Termine: 26.06.20 | 10:00 – 12:00 Uhr

  zur Anmeldung

Präferenzorganisation: Aufbau und Voraussetzungen

Das unternehmerische Interesse zur Inanspruchnahme von Präferenzen im Rahmen internationaler Freihandelsabkommen liegt in der Reduzierung von Zollabgaben und den daraus resultierenden Wettbewerbsvorteilen im globalen Handel.

Wesentliche Bestandteil zur Inanspruchnahme dieser Vorteile im Rahmen der Präferenzabkommen sind die Kalkulation von Exportpreisen und die der Bezugskosten beim Import von Waren, die maßgeblich durch Zollreduzierungen beeinflusst werden können.

Es liegt daher im Interesse der Unternehmen, durch eine angemessene Präferenzorganisation profitable Optimierungsmöglichkeiten zu erzielen.

Das Präferenzrecht stellt mit seiner komplexen Rechtsmaterie und dem damit verbundenen Abwicklungsaufwand hohe Anforderungen an die Implementierung einer funktionierenden Präferenzorganisation im Unternehmen.

Insbesondere als Inhaber des vereinfachten Verfahrens „Ermächtigter Ausführer“ stehen Unternehmen gegenüber der Zollverwaltung in einer hohen Pflichterfüllung zur Inanspruchnahme diverser Vergünstigungen.

Dabei wird eine umfassende, transparente „Arbeits- und Organisationsanweisung“ (Prozessbeschreibung) obligatorisch, in der verbindliche Festlegungen von Betriebsabläufen, Ursprungsbestimmung und -kalkulation sowie Verantwortlichkeiten dokumentiert sein müssen.

Ziel des Webinars ist es den Teilnehmern Optionen, Erforderlichkeiten und Umsetzung einer Präferenzorganisation und deren praktische Implementierung in die Betriebsabläufe zu vermitteln.

Inhalte:

  • Arten von Präferenzbescheinigungen
  • Ausstellung von Präferenznachweisen
  • Leitlinie zum Aufbau eines internen Kontrollsystems
  • Präferenzorganisation (Anforderung, Ausstellung, Dokumentation, Prüfung)
  • EXKURS: Auskunftssystem WuP-online
  • Vereinfachtes Verfahren Ermächtigter Ausführer -EA-

Termine: 05.06.20 | 10:00 – 12:00 Uhr

  zur Anmeldung

Fit für Zollprüfungen | Vorbereitungsmaßnahmen und Ablauf

Im- und Exporteure unterliegen einer nachträglichen Zoll-Betriebsprüfung, die in der Regel risikoorientiert angeordnet wird. Die Prüfungsinhalte und -intervalle richten sich nach verschiedenen Faktoren.

Seit der Einführung der IT-Zollsysteme ist die Zollverwaltung in der Lage aufgrund einer umfassenden Unternehmenstransparenz („gläserner Beteiligter“) zielgerichtete Prüfungen durchzuführen.

Betriebsprüfungen erfordern einen hohen zeitlichen und fachlichen Betreuungsaufwand. Unzureichende Vorbereitung und/oder fehlerhaftes Verhalten während der Prüfung können negative Konsequenzen nach sich ziehen. Daher ist eine sorgfältige Vorbereitung empfehlenswert.

Inhalte

  • Einführung
  • Prüfungsvorbereitung
  • Pflichten und Rechte
  • Beginn der Prüfung | Verhalten während der Prüfung
  • Ende und Abschluss der Prüfung
  • Interne Checkliste | Vorbereitung
  • Interne Checkliste | Durchführung

Termine: 05.06.20 | 14:00 – 16:00 Uhr

  zur Anmeldung