BREXIT | Anpassung der Trade Compliance (Zoll- und Außenhandelsorganisation)

 

Brexit

(Seminardurchführung erfolgt aufgrund ausstehender, rechtlicher Grundlagen ab März 2019)

Nur mit knapper Mehrheit entschied das Referendum über den Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und das seitens der Wirtschaft erhoffte Umdenken –der Exit vom Brexit– blieb bislang Wunschdenken.

Der definitive UK-Austritt aus der EU steht bevor, sei es mit Austrittsvertrag oder gar ohne („No Deal Brexit“).

Welche der beiden Austrittoptionen auch immer kommen werden: Unternehmen sollten jetzt die Vorbereitungen in Bezug auf die Unternehmensprozesse für beide Szenarien treffen, da innerbetrieblich eine Reihe organisatorischer und operativer Maßnahmen erforderlich sind, die entsprechende Vorbereitungs- und Umstellungszeit benötigen.

Der Umfang der zu berücksichtigenden Prozessanpassungen steht in Abhängigkeit der individuellen Handelsverflechtungen und operativen Abläufe im Warenverkehr/Handel mit UK.

Seminarinhalte

  • Erläuterungen und damit verbundene Änderungen durch die beiden Brexit-Szenarien:
    • Brexit mit Austrittsvertrag und Übergangsregelungen
    • „No Deal Brexit“ – UK als eigenständiger Handelspartner (ab 2021)
  • Erfordernis zur Erfüllung von Zollförmlichkeiten (Im- und Exportzollabwicklungen) – und die damit verbundene Einrichtung von personellen, administrativen, logistischen und technischen Voraussetzungen.
  • Erweiterung des internen Kontrollsystems auf den Handel mit UK im Rahmen von Verboten und Beschränkungen und der Durchführung der warenspezifischen Klassifizierung mit ggfs. erforderlicher Beantragung von Einfuhr-/ Ausfuhrgenehmigungen.
  • Einkaufs-, Produktions- und Absatzprozesse müssen grundlegend überarbeitet werden da bereits während der Übergangsphase trotz Zollunion Zollabfertigungen obligatorisch werden.
  • Liefer- und Produktionsabläufe werden Auswirkungen auf die Ursprungsermittlung haben. Ihre Lieferkette sollte kritisch überprüft werden, denn zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht absehbar ob alle 71 Drittländer, mit denen die EU Präferenz-/ Freihandelsabkommen geschlossen hat, zustimmen, UK bereits während der Übergangsphase noch als „Pseudo-EU-Mitglied“ anzuerkennen.
  • Reihen-/ Dreiecksgeschäfte erfordern eine komplette Neuüberprüfung hinsichtlich ihrer zoll-, außenwirtschafts- und steuerrechtlichen Abwicklung
  • Lagerstätten und Lohnfertigungsprozesse in UK sind ebenfalls auf entsprechende Anpassungen und Auswirkungen zu prüfen


Die Auswirkungen des BREXIT erfordern eine Ist-/ Soll-Analyse im Unternehmen, um zukünftig

  • Erhöhte Zeitfaktoren bei logistischen Prozessen als auch bei der Zollabwicklung und Exportkontrolle einzuplanen
  • Mehrkostenentwicklung im Rahmen von Einfuhrabgaben und Sicherheitsleistungen für mögliche oder für entstandene Zollschulden, Lagerkosten oder Dienstleisterkosten einzuplanen sowie
  • Risiken aus ursprungs- und steuerrechtlicher Sicht zu evaluieren und
  • Weitere Marktzugangsvoraussetzungen wie beispielsweise Qualitätssicherung, technische Handelshemmnisse etc. auszuwerten

Mit unserem Seminar möchten wir Ihnen Handlungsempfehlungen für die zollrechtlichen Auswirkungen im Zuge des BREXIT vermitteln, denn:

„Nur wer ein Problem erkennt, kann eine Lösung finden.“