BREXIT-Auswirkungen | Anpassung der Trade Compliance (Zoll- und Außenhandelsorganisation)

 

Brexit

Der UK-Austritt aus der EU erfolgte zum 31.01.2020 mit Austrittsvertrag (= geregelter Brexit). Damit sind die möglichen  Szenarien  eines „No Deal Brexit“ zumindest bis Ende 2020 verschoben.

Unternehmen sollten jetzt die Vorbereitungen in Bezug auf die Unternehmensprozesse nach der Übergangsphase ab 2021 treffen, da innerbetrieblich eine Reihe organisatorischer und operativer Maßnahmen erforderlich sind, die entsprechende Vorbereitungs- und Umstellungszeit benötigen.

Der Umfang der zu berücksichtigenden Prozessanpassungen steht in Abhängigkeit der individuellen Handelsverflechtungen und operativen Abläufe im Warenverkehr/ Handel mit UK.

Seminarinhalte

  •  Erläuterungen und damit verbundene Änderungen durch die beiden Brexit-Szenarien:
    • Freihandelsabkommen EU-UK ab 2021
    • „No Deal“ – UK ohne Vorzugsbehandlungen und Handelsabkommen (ab 2021)
  • Erfordernis zur Erfüllung von Zollförmlichkeiten (Im- und Exportzollabwicklungen) – und die damit verbundene Einrichtung von personellen, administrativen, logistischen und technischen Voraussetzungen ab 2021.
  • Erweiterung des internen Kontrollsystems auf den Handel mit UK im Rahmen von Verboten und Beschränkungen und der Durchführung der warenspezifischen Klassifizierung mit ggfs. erforderlicher Beantragung von Einfuhr-/ Ausfuhrgenehmigungen.
  • Neustrukturierung der Einkaufs-, Produktions- und Absatzprozesse
  • Liefer- und Produktionsabläufe werden Auswirkungen auf die Ursprungsermittlung haben.
  • Reihen-/ Dreiecksgeschäfte erfordern eine Überprüfung hinsichtlich ihrer zoll-, außenwirtschafts- und steuerrechtlichen Abwicklung
  • Lagerstätten und Lohnfertigungsprozesse in UK sind auf entsprechende Anpassungen und Auswirkungen zu prüfen


Die Auswirkungen des BREXIT erfordern eine Ist-/ Soll-Analyse im Unternehmen, um zukünftig

  • Planung erhöhter Zeitfaktoren bei logistischen Prozessen als auch bei der Zollabwicklung und Exportkontrolle
  • Mehrkostenentwicklung im Rahmen von Einfuhrabgaben und Sicherheitsleistungen für mögliche oder für entstandene Zollschulden, Lagerkosten oder Dienstleisterkosten
  • Evaluierung der Risiken aus ursprungs- und steuerrechtlicher Sicht
  • Analyse der Marktzugangsvoraussetzungen wie beispielsweise Qualitätssicherung, technische Handelshemmnisse

Mit unserem Seminar möchten wir Ihnen Handlungsempfehlungen für die außenhandelsrechtlichen Auswirkungen ab 2021 vermitteln.